Flugmodell Free, Bauanleitung
Hier ein kleiner begleitender Baubericht für das EPP Modell Free 2003 der Firma Effektmodell
Zuerst werden mit dem Lötkolben alle erforderlichen Löcher in den Rumpf eingebracht (Zimmer gut belüften, und ein feuchtes Tuch zur Seite legen, um das geschmolzene EPP sofort vom Lötkolben zu entfernen, da dieses gewaltig qualmt, und auch sehr stark riecht)
Nun die zukünftige Akkuklappe mit Tape innen und aussen sichern, um ein Ausreissen zu vermeiden
Hier ist das Loch zu sehen, durch das später das Anschlusskabel des Reglers zum Empfänger geführt wird
Hier die 2 Belüftungslöcher für den Motor
Dann werden die Stellen markiert, an denen später der Motorträger befestigt wird, in meinem Fall ein AXI Brushless-Motor, dies ist in meinem Fall notwendig, da mein Modellbau-Händler, die von Effektmodell für den AXI vorgesehene Motorhaube nicht lagernd hatte (ansonsten müsste der Motorspant nur noch mit der Motorhaube verschraubt werden)
Nun wird der Flächenverbinder mit UHU Por mit den 2 Flächenhälften verklebt, dies sollte unbedingt auf einem ebenen Untergrund geschehen, da sonst sehr schnell eine ungewollte V-Form der Fläche einstellen kannes ist auch das Loch für das Reglerkabel, das mit dem im Rumpf übereinstimmen muss .
Hier sind die Fahrwerkshälften zu sehen, diese habe ich später durch ein neu gebogenes Federstahl-Fahrwerk ersetzt, da mir der Abstand zwischen der Luftschraube (10x4,7) und dem Boden doch etwas zu gering war (ca 2mm bei waagrechtem Rumpf)
Das Fahrwerk wird mit der schwarzen Fahrwerksplatte verklebt
Das komplette Fahrwerk wird mit Gummiringen am Rumpf befestigt, um so auch bei etwas unsanfteren Landungen den Rumpf nicht zu zerstören.
Hier das fertige, montierte Fahrwerk
Die Räder habe ich durch etwas grössere Parkflyer-Räder ersetzt, dies bringt sogar eine Gewichtsersparnis von 1g pro Rad
da mir der Flieger in komplett weiss etwas zu langweilig erscheint, habe ich mich entschlossen, das Modell trotz Gewichtszuwachses zu lackieren, hier mal die Motorhaube
Vor dem Lackieren müssen lt. Bauplan Schnitte in die Fläche gemacht werden, um die CFK-Stäbe zur Verstärkung einzusetzten. im Bauplan steht nicht umsonst, das ein sehr scharfes Cuttermesser zu verwenden sei, da ansonsten das Material ausfranst, was eine unschöne Oberfläche hinterlässt. Nach einkleben der CFK-Stäbe habe ich die Fläche lackiert
Hier sieht man die Motorhaube in ihrer engültigen Farbgebung
Hier der lackierte Rumpf
der lackierte Rumpfrücken
die Unterseite der Fläche habe ich blau lackiert, um die Lageerkennung im Flug zu vereinfachen
durch geschickte Lackierung, ist der etwas ausgerissene Schnitt für die Flächenverstärkung kaum zu sehen
Der Rumpf wird später ansatzweise so aussehen. Ich habe anstatt der vorgesehenen Befestigung der Akkuklappe mit Tape 2 CFK-Stäbchen ind den Rumpf geklebt, die mit einem Gummiband für festen Verschluss der Akkuklappe sorgen.
Nun ist es Zeit alle Teile auf Passgenauigkeit zu überprüfen, in meinem Fall passten alle Teile perfekt, nur der Rumpfrücken hatte sich durch die Lackierung leicht verzogen, dies lässt sich aber durch gutes Verkleben problemlos beheben. Die Fläche habe ich ausgerichtet und mit Stecknadeln fixiert
Bei der Einpassung des Motors muss insbesondere bei Brushless-Aussenläufern ein Kanal für die Kabel ausgeschnitten werden, sodas diese nicht durch den Rotor des Motors aufgescheuert werden können, bzw den Motor blockieren können
Nach dem Einpassen des Antriebes muss dieser gut mit dem Rumpf, vorerst mal mit der Motorhaube verbunden werden. Ein einfaches Oberflächliches Ankleben erschien mir als etwas zu unsicher, deshalb habe ich 4 CFK-Stäbchen auf ca 5cm Länge zurechtgeschnitten, und diese mit Schleifpapier an einer Seite jewils spitz-geschliffen (wie einen Bleistift). Diese habe ich dann durch die Löcher des Motorspantes ins EPP gestochen, wieder herausgezogen, und mit etwas Epoxyd-Harz bestrichen in die gestochenen Löcher zurückgesteckt, und danach mit dem Motorspant und der Vorderseite der Motorhaube verklebt, hält wirklich bombenfest.
Die Empfehlung aus der Anleitung, die Fläche mit Silikonkleber am Rumpf zu befestigen habe ich für eine sehr gute Idee gehalten, da dies eine feste, aber dennoch flexible Klebung gewährleistet, die im schlimmsten Falle ohne Zerstörung der Fläche oder des Rumpfes lösbar ist. Mit Silikon wird eine ca 3-4mm starke Fuge hergestellt, der Rumpf und die Fläche gegeneinander verschoben, sodaß das Silikon auch zwischen Rumpf und Fläche gedrückt wird, und danach am Besten mit einer der in der Geldtasche häufig zu findenden Kundenkarte aus Plastik abgezogen.
Bei der Flächenhinterkante ist wie oben zu verfahren.
Nund wird wieder mal der Lötkolben zur Hand genommen, und ein nicht zu kleines Loch( Regler-Kabel und Akkukabel müssen problemlos durchpassen) durch den Rumpf und die Fläche gebrannt
Jetzt muss überprüft werden, ob der Platz zwischen den Flanken der Motorhaube und des Rumpfes ausreicht, um den Regler darin Problemlos unterzubringen.
Wenn der Regler eingepass ist kann nun die Motorhaube und der Rumpf verklebt werden, ich habe dies mit UHU Por verklebt, alternativ wäre auch eine Befestigung mit Gummiringen und CFK-Stäbchen denkbar, falls der Motor als "Wechselmotor" bei mehreren Modellen zum Einsatz kommt. Nachdem der Klebstoff ausgehärtet ist, sollten die Kunststoffröhrchen mit Epoxyd-harz in die dafür vorgesehenen Schlitze geklebt werden, um das Fahrwerk befestigen zu können.
Das Fahrwerk kann nun problemlos mit einen dickeren Gummiring befestigt werden.
Die Leitwerksteile werden mit den Balsaleisten verklebt, und lt. Anleitung mit Tape verstärkt, danach lackiert, und das Leitwerk zusammengebaut.
Die Anlenkungsverstärkungen sind Handelübliche Umleimer, die am Besten mit einem Bügeleisen aufgebracht werden (nicht zu heiss bügeln, sonst verabschieden sich die Ruder aus Depron)
Die Querruder habe ich mit Glasfaserverstärktem Tape befestigt
Das Leitwerk mal auf Sitz überprüft, und auf den Rumpf gesteckt
Für die Querruderanlenkung gibt es 2 Möglichkeiten, entweder per zentral im Rumpf eingebautem Servo, oder mit je einem Servo in der Fläche). Die Methode mit zentral eingebautem Servo sollte nur mit Servos verwendet werden, wenn diese eine Stellkraft von ca 1 kg haben, da die Querruder doch realtiv gross sind) hierzu wird wieder mal der gute alte Lötkolben zur Hilfe genommen.
das Leitwerk mit aufgebügelten Verstärkungen.
Zur Kontrolle sollte an dieser Stelle der Weg des Querruderservos überprüft werden, um gegebenenfalls die Aussparungen im Rumpf anzupassen.
Der Lötkolben musste nochmals ran, die Aussparungen für den Servohebel waren zu klein.
Nun muss wieder das extra scharfe Cuttermesser zur Hilfe genommen werden, um die Aussparung für das Seitenleitwerk auszuschneiden. Danach muss das Modell mit Akku und allem ausgestattet werden, um die Servos für das Höhen und Seitenleitwerk so einzubauen, das der Schwerpunkt stimmt, die Aussparungen der Servos habe ich in den Rumpfrücken geschnitten.
Die Servos werden am Besten mit Sekundenkleber in den Rumpfrücken geklebt, da sich dieser (einen geeigneten Löser vorausgesetzt) wieder problemlos entfernen lässt.
Da die Servokabel bei 5-6g Servos nur ca 5cm lang sind kommt man um Servoverlängerungskabel nicht herum, diese sollten verdrillt werden, da sie sonst meiner Erfahrung nach den Empfänger stören können.
Das Leitwerk wurde mittlerweile mit Tape verklebt. Ich habe es extra nicht mit Klebstoffen fixiert, damit es sich im Falle des Falles Problemlos lösen lässt (sei es ein Crash oder einem Aufenthalt in einem Zu heissen Auto (da sich Depron bei starker Wärmeeinwirkung verzieht))
Der Rumpfrücken wird mit UHU Por mit dem Rumpfrücken verklebt.
nun wird der Empfänger, der in einer Lage Schaumstoff eingewickelt ist, in den Rumpfrücken geschoben, und die Kabinenhaube mit kleinen Streifen doppelseitigem Klebeband am Rumpf fixiert
